Oder Die Spinne die selbst in der Falle saß und sich in mehr oder minder erotischen Wiederholungen verstrikte

Autor: Jennifer Estep
Format: Taschenbuch
Preis: 12.99 €
Länge: 448 Seiten
Sprache: Deutsch
Reihe: 1/13 (?)
Besonderes: -
Buch-Nummer: 48/2014
Bewertung: ☆☆☆
Inhalt:
Gin Blanco
ist die Spinne und die Spinne ist die gefährlichste, tödlichste und listigste
Auftragsmörderin die Ashland je zu Gesicht bekommen hat.
Doch als
Gin in eine Falle gelockt wird, aus der für gewöhnlich noch nicht mal Spinnen
sich befreien können, muss sie sich mit einem, zufällig gut aussehenden,
Detective verbünden.
Schnell
wird klar, dass Gin sich einem übermächtigem Gegner stellen muss. Und das kann
sie nur, wenn sie sich Spinnengleich, wartend in ihr Netz begibt!
Meine
Meinung:
Die Welt in der Gin lebt ist unserer sehr, sehr ähnlich.
Einziger Unterschied: Neben Menschen agieren noch Vampire, Riesen, Zwerge und
sogenannte Elementare. Diese Elementare können in der Regel ein Element beherrschen.
Sei es Feuer, Eis, Luft oder Stein. Zudem gibt es noch Ableger wie Metall und
Strom.
Gin hat gleich 2 Elemente, die sie sich zu Willen machen
kann: Stein und Eis.
Soweit so gut!
Gin ist eine Auftragsmörderin und somit sicher nicht die
Gute. Sie ist eine Antiheldin, wie sie im Buche steht. Denn auch wenn man weiß,
dass sie nicht die Heldin ist, so ist sie einem doch sympathisch in ihrer, für
eine Auftragsmörderin, überraschend normalen Art (Naja, zugegeben, ich kenne
jetzt nicht so viele, daher kann ich das nicht 100%ig sagen!).
Auch der gute Detective Caine ist einer der Protagonisten.
Er ist das Gute in dieser Stadt und das müsste man eigentlich groß schreiben
und doppelt unterstreichen! Denn der GUTE ist so GUT, dass er der einzige (!)
nicht korrupte Cop in gaaaanz Ashland und Umgebung ist!
Die beiden wirken leider teilweise wie Abziehbilder eines
Klisches: Der GUTE Cop und die böse Auftragsmörderin (klein geschrieben, weil
soo böse ist die gute Gin ja eigentlich nicht).
Überraschenderweise sind mir die Nebencharaktere wie Jo-Jo,
Sophia und Finn stellenweise echter vorgekommen, als die beiden Hauptfiguren.
Die Welt in der das ganze spielt, nämlich Ashland, erinnert
ziemlich an Gotham-City aus Batman. Alles dunkel, grau und böse und überall
haben die Bösen und Machthungrigen ihre Finger im Spiel.
Keinem kannst du trauen und niemand traut dir. Überall passieren Morde und selbst die Polizei juckt es kein Stück.
Keinem kannst du trauen und niemand traut dir. Überall passieren Morde und selbst die Polizei juckt es kein Stück.
Ziemlich trostlos das ganze.
Aber mit all dem kann man als Leser ganz gut leben und
zurechtkommen, finde ich.
Allerdings wären da noch meine 2 großen Kritikpunkte:
1. der Schreibstil. Ständig wird Wiederholt und wiederholt
und wiederholt und wiederholt. Gin ist ein Elementar! Elementare beherrschen die
Elemente! Sie beherrscht übrigens Stein und Eis! Und das in endlos Schleife.
Irgendwann müsste jeder Leser das doch mal kapiert haben!
(Diesen Kritikpunkt habe ich tatsächlich bereits in einer
anderen Rezension zu einem anderen Buch der Autorin gelesen! Scheint also nicht
am Titel zu liegen, sondern so eine Macke von Jennifer Estep zu sein)
Und Nummer 2:
Die teilweise unangebrachte Erotik! Und damit möchte ich
nicht sagen, dass mir das zu heiß herging oder dass ich mich nicht über ein
paar nette Szenen in manchen Büchern freuen würde! Nein, nein! Keine Sorge!
Der Punkt ist der: Ich hatte beim Lesen mehrmals das Gefühl,
dass Miss Estep gedacht hat: „Oh! Stimmt ja! Ich schreibe ja nun für
Erwachsene! Da muss ich noch Sex reinquetschen!“
Und so kommt es, dass direkt zu Anfang Gin auf der Flucht
vor den Cops ist. Ihr Leben steht auf dem Spiel. Sie ist der großen, bösen
Falle noch nicht entkommen und Detectiv Donovan richtet eine Waffe auf sie!!!
Was macht Gin?! Na was wohl! Was jeder normal denkende Auftragsmörder in so
einer Situation tun würde! Sich umdrehen. Den Detectiv anstarren und sich
vorstellen wie sich dieser heiße Typ tief in einem vergräbt! Und dann natürlich
weiter fliehen! (Also bitte! Kennt doch jeder! Wobei da wieder da Punkt wäre
mit: Soo viele Auftragsmörder kenn ich ja nun doch nicht…)
Die eigentliche Sex-Szene die unausweichlich im Buch
vorkommen musste ist dann doch überraschend natürlich und gut geschrieben. Es
passt einfach!
So! Und warum dann 3 Sterne und nicht1?
Weil mich das Buch trotz aller Kritikpunkte fesseln konnte!
Die Story ist flüssig, liest sich schnell, hat gut Tempo (wenn die
Wiederholungen das nicht immer ein wenig ausbremsen würden) und ist alles in
allem doch sehr spannend!
Auch wenn ich so schnell kein weiteres Buch dieser Reihe
lesen muss, hat es mir schon gefallen. Irgendwie.
Warum also erstmal keinen 2. Teil?
Mir persönlich ist das ganze zu düster. Und damit meine ich
nicht die Morde, das Blut, dass immer überall hin spritzt (auch so eine
Wiederholungssache!) usw. Sondern mich stört eine Welt die nur grau in grau in
schwarz ist und in der es nicht einen winzig kleinen Hoffnungschimmer gibt.
Für alle die Gotham City liebten, denen Klischees nichts
ausmachen und die auch kein Problem mit ein paar Wiederholungen haben und auf
Anti-Helden stehen, für all diejenigen ist dieses Buch sicher was.
Alle anderen sollten sich vielleicht erstmal die Leseprobe
ansehen!
P.S.: Ach so und wenn ihr ein Coverbild des englischen
Originals sucht und bei Google Spider’s Bite eingebt, braucht ihr auch keinen Appetithemmer
mehr zu nehmen!!! Argh!
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